Probearbeit — was du fragen solltest (und worauf du achten musst)
Die Praxis testet dich — aber du testest auch die Praxis. Eine Checkliste mit 12 konkreten Fragen.
4 Min Lesezeit
Probearbeit ist KEIN kostenloses Arbeiten
Probearbeit ist grundsätzlich vergütungspflichtig, sobald du in den Arbeitsablauf eingebunden wirst. Zwei Stunden Hospitation = okay ohne Bezahlung. Vier Stunden mit Patienten-Kontakt = bezahlte Probestunde, Punkt. Vor dem Termin klären.
12 Fragen, die du stellen solltest
- Wie viele Patienten kommen pro Tag, pro MFA?
- Wer macht die Abrechnung — Praxisleitung oder MFA?
- Wie ist der Übergaberhythmus zwischen Schichten geregelt?
- Wer übernimmt Telefondienst — alle im Wechsel oder feste Person?
- Wann ist die letzte Mitarbeiter-Fluktuation gewesen und warum?
- Wer kümmert sich um Notfall-Patienten?
- Wie viel Überstunden hatte das Team im letzten Monat im Schnitt?
- Wer bezahlt Fortbildungen — und gibt's dafür Freistellungstage?
- Wie viele MFA / ZFA sind aktuell krank oder in Elternzeit?
- Wann ist der nächste Praxisurlaub und wie wird er kompensiert?
- Gibt es feste Mittagspause oder „wenn es klappt"?
- Wie sieht die Probezeit konkret aus — was muss ich nach 3 Monaten können?
Red Flags
- „Wir sind hier wie eine Familie" → meist Code für „wir bezahlen unter Tarif und du arbeitest viele Überstunden".
- Keine Zeit für deine Fragen → zeigt was dich erwartet wenn du anfängst.
- Probearbeit-Tag wirkt schlecht organisiert → Wenn die Praxisleitung dich nicht in 5 Stunden gut betreuen kann, wird sie es auch im Alltag nicht.
- Andere MFA wirken erschöpft / gestresst → ehrlich Frage stellen: „Was wäre euer größter Wunsch ans Team?"
- „Gehalt verhandeln wir später" → später ist nie, das ist NICHT okay.
- Kein schriftlicher Vertrag innerhalb 2 Wochen → weiter suchen.
Wie wir helfen
Wir empfehlen nur Praxen, die wir persönlich gesprochen haben. Wenn dir bei einer von uns vermittelten Praxis was komisch vorkommt — sag's uns sofort, wir hören dem nach. Diskret.
