Kündigung formulieren — kurz, sachlich, korrekt
Drei Sätze reichen. Was rein muss, was rausgehört, und wie du das Gespräch mit der Chefin führst.
3 Min Lesezeit
Das Schreiben — drei Pflichtsätze
Sehr geehrte/r [Name],
hiermit kündige ich mein Arbeitsverhältnis ordentlich
zum nächstmöglichen Termin, voraussichtlich zum [TT.MM.JJJJ].
Über eine schriftliche Bestätigung des Beendigungstermins
und ein wohlwollendes Arbeitszeugnis würde ich mich freuen.
Mit freundlichen Grüßen
[Unterschrift]
Mehr nicht. Keine Begründung. Keine Emotion. Keine Erklärung warum.
Was reingehört
- Datum und Ort
- Korrekte Anrede
- Wort „kündige" (nicht „beende" oder „verlasse")
- Wort „ordentlich" (außer du kündigst fristlos — dann fachlichen Rat einholen)
- Wunsch-Termin („zum nächstmöglichen Termin, voraussichtlich zum …")
- Bitte um Bestätigung + Zeugnis
- Unterschrift handschriftlich
Was rausgehört
- Kritik an Praxis, Kollegen oder Chefin
- Hinweis auf neuen Arbeitgeber
- Dankbarkeits-Phrasen („vielen Dank für die schöne Zeit…") — kommt mündlich besser
- Bedingungen („nur wenn …")
Das Gespräch
Wenn möglich, übergibst du das Schreiben persönlich. Termin vorab vereinbaren. Bleib kurz:
„Ich habe mich nach reiflicher Überlegung entschieden zu kündigen. Hier ist mein Schreiben. Ich werde meine Aufgaben bis zum Ende korrekt übergeben."
Dann lässt du die Praxisleitung reagieren. Du musst nicht erklären warum. Wenn nachgefragt wird: ein neutraler Satz wie „Ich suche eine neue berufliche Perspektive" reicht.
Wichtige Fristen
- Reguläre Probezeit (6 Monate): 2 Wochen Kündigungsfrist
- Nach Probezeit: 4 Wochen zum 15. oder Monatsende (gesetzlich)
- Tarifvertrag oder Arbeitsvertrag können längere Fristen vorsehen — prüfen!
- Schriftform ist Pflicht — E-Mail reicht nicht (§ 623 BGB)
